Verschiedene sprachliche Fähigkeiten

Schon kleine Kinder eignen sich verschiedene sprachliche Fähigkeiten an; elementare Fähigkeiten des Ausdrucks von Gefühlen, der Darstellung von Sachverhalten, der Aufforderung zu Handlungen. Etwas später komplexere Fäigkeiten wie die des Beschreibens von Beobachtungen, des Begründens von Absichten, des Erklärens von Ereignissen,; die Fähigkeit des Berichtens, des Erinnerns des Erzählens, des Argumentierens undsofort. Noch später erwerben sie die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens - und damit auch eine höhere Gestaltungs-, Verstehens- und Interpretationsfähigkeit. Die wachsende Schriftfähigkeit hat mehr und mehr kognitive Konsequenzen. Wer denkt, indem er schreibt, der hinterlässt ja Spuren seines Denkens auf dem Papier und kann an den Spuren seines Denkens weiterarbeiten. Und wenn es stimmt, dass die Schrift die grammatische Interpretation der Sprache ist, dann dürfte die wachsende Schriftfähigkeit auch ein höheres Sprachbewusstsein, höhere grammatische Fähigkeiten zur Folge haben.

Wer eine Sprache lernt, heißt das, der eignet sich unterschiedliche sprachliche Fähigkeiten an; verbale, literale, literarische und ästhetische. Bestimmte muss man bereits erworben haben, damit man andere erwerben kann. In diesem Sinne wird man von einer bestimmten Logik der Genese sprachlicher Fähigkeiten sprechen und zwischen basalen und abgeleiteteh sprachlichcn Fähigkeiten unterscheiden können. Aber das eher mit Bezug auf die Rekonstruktion sprachlicher Fähigkeiten. Die Aneignung selbst folgt nicht unbedingt dieser Logik; sie unterliegt komplexen sozialen und medialen Bedingungen.

Die Curricula des Sprachunterrichts der Primarstufe beschreiben die unterschiedlulichen Bereiche, Arten und Niveaus sprachlicher Fähigkeiten durchweg sehr angemessen. Ähnlich differenzierte Curricula sollten inzwischen auch für die elementare sprachliiche Bildung ausgearbeitet sein; besonders dann, wenn es um die Diagnose und Förderung der sprachlichen Fähikeiten der Kinder geht. Davon kann aber, betrachtet man die einschlägigen Bildungspläne, nur sehr begrenzt die Rede sein.

Stattdessen überwiegt bei den vorschulischen Bildungskonzepten

 

Problemfeld

konzept.html